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Meditationsgottesdienst - Menschen, die im Glauben helfen
Teresa von Ávila - Krisen, die befreien können
Es gibt viele Menschen in der Geschichte des Glaubens, die in
einer besonderen Beziehung zu Gott lebten. Sie können uns auch
heute in unserem Glauben helfen.
Ich lade Sie am Sonntag, 16.01.2022 um 17.00 Uhr in Herschfeld
zu einem 1. Meditationsgottesdienst ein, in dem wir das Leben und
den Glauben der Hl. Teresa von Ávila betrachten. Finden wir in
dieser Zeit zur Ruhe, zum Hinhören auf das Wort Gottes und auf
die Musik.
Die Wortgottesfeier schließt mit einer Zeit der Anbetung und dauert
ca. 1 Stunde.
Ihr Pfarrer Thomas Keßler

Abtei 15.12. 21

Grüß Gott, meine lieben Angehörige, Freunde und Wohltäter!

Jahrzehntelang habe ich zu Weihnachten einen Rundbrief geschrieben, in dem ich hauptsächlich von meinem Arbeiten in Tz berichtete. Nun steht Weihnachten wieder vor der Türe und ich überlege mir, ob ich wieder einen Rundbrief schreiben soll. Worüber könnte ich berichten, das auch die Leser interessiert. Anrufer erkundigen sich immer wieder nach meinem Befinden und möchten wissen, wie es auf der Station Nyangao weitergeht. Diese beiden Anfragen versuche ich mit meinen Zeilen zu beantworten.

Wie geht es mir gesundheitlich? — Im August 20 habe ich meinen normalen Heimaturlaub angetreten in der festen Überzeugung: nach drei Monaten fliege ich wieder nach Tz zurück. Ein Arzt von Missio Würzburg hat diesen Plan durchkreuzt und Ich musste eine Chemo über mich ergehen lassen, die Weihnachten letzten Jahres endete. Danach konnte es nur noch aufwärts gehen, so war ich überzeugt und nach Ostern ist es dann so weit. Ostern kam und ich fühlte mich immer noch schwach. Ich vertröstete mich auf Pfingsten. Pfingsten kam und ich fühlte wenig Besserung. Da dämmerte langsam die Erkenntnis in mir: ein Arbeiten in Tz ist nicht mehr sinnvoll, auch ein kurzer Abschiedsbesuch ändert daran nichts. Die Menschen dort sollen mich so in Erinnerung behalten, wie sie mich erlebt haben. Bis diese Erkenntnis bis ins Herz vorgedrungen war, gab es noch manche Kämpfe zu bestehen. Nun habe ich mich damit abgefunden. Wie es mir dabei ergeht? Die kürzeste und treffendste Antwort habe ich beim hl. Paulus gefunden: Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.

Nun noch zur zweiten Anfrage: Wie geht es in der Pfarrei Nyangao weiter? — Da bin ich auf Berichte angewiesen. Jede Woche bekomme ich Berichte und Nachrichten per WhatsApp oder Telefon. Nicht nur der Pfarrer, auch Leute, mit denen ich keine besonderen Beziehungen hatte, berichten übereinstimmend: Es läuft gut weiter, die steigenden Taufzahlen sprechen dafür. Die Firmungen sind leicht rückläufig, meist corona-bedingt. Alles eigentlich erfreuliche Nachrichten! Doch ich musste erst ein paarmal tief durchatmen, als mir bewusst wurde, was auch hinter diesen Nachrichten steht: Es geht gut weiter — auch ohne mich, bis die Mitfreude über die Erfolge meines Nachfolgers die Oberhand gewonnen hat und ich mich jetzt ehrlich mitfreuen kann über seinen Erfolg. Bewusst habe ich mich in dieser Zeit mit meinen Ratschlägen zurückgehalten. Diese Menschen stehen näher am Geschehen, sie werden ihre eigenen Wege finden. Begleiten werde ich sie auch weiterhin mit meinem Interesse und meiner Fürbitte. Hin und wieder kann ich mit ein paar Körnern Dünger dem Gedeihen nachhelfen. Ein herzliches Vergelt's Gott allen, die mich dabei unterstützt haben.

Nun bleibt noch etwas Platz für Weihnachtsgrüße und Wünsche. Da kann ich mich kurz fassen. Jeder hat ja seine eigenen Vorstellungen und Wünsche parat. Wenn ich mit meiner Fürbitte etwas zu deren Verwirklichung beitragen kann, dann sind auch meine Wünsche erfüllt.

Frohe und gesegnete Festtage und Gottes Schutz und Geleit durch das Neue Jahr wünscht

P. Hugo

Handschriftlicher Zusatz: Verehrte Leiter der Christengemeinde in Herschfeld,

Bestimmt leidet ihr mit Euren Christen unter den Beschränkungen, die uns Corona auferlegt. Kirchenbesuche sind eingeschränkt und ich befürchte, der Umzug der Sternsinger entfällt zum 2. Mal. Trotzdem werdet Ihr Euch interessieren, wie es mit den Kindergärten in Tansania weitergegangen ist. Da bekomme ich erfreuliche Nachrichten. Sie werden alle weitergeführt, manche auf Sparflamme, einer berichtet vom Wachsen der Zahl. Ich freue mich wie ein Opa, der von den Erfolgen erfährt. Sie und ich haben zu Erfolgen beigesteuert.

Diese Freude möchte ich an alle Christen, besonders an die Sternsinger, weitergeben.

Ruhige, frohe Festtage und für 2022 Gottes Beistand und ein Ende der Corona

wünscht und erbittet P. Hugo

Für manche Gemeindemitglieder ist der Pastorale Raum Bad
Neustadt noch ein „nebliger“ Begriff.
In 5 Informationsabenden möchten wir über den pastoralen Raum
informieren und zu Nachfragen und Anregungen einladen.
Dabei werden uns die Fenster der Kirche St. Bartholomäus in
Leutershausen von Sieger Köder Anregung sein.
Die Infoabende finden wie folgt statt:
10.01.2022 Heustreu
17.01.2022 Herschfeld
24.01.2022 Salz
31.01.2022 Stadtpfarrkirche
07.02.2022 Hohenroth
jeweils um 19.00 Uhr in den Kirchen.
Die Abende werden von Pastoralreferent Christian Klug,
Pastoralreferentin Regina Werner und Pfarrer Thomas Keßler
gestaltet.

Eine Pilgerreise „auf den Spuren Jesu“, zu den Wurzeln unseres Glaubens wollen wir im Mai 2022 für die Pfarreiengemeinschaft St. Martin anbieten. An vielen Orten in Israel und Palästina können wir die biblischen Ereignisse neu und anders erfahren, manches vielleicht tiefer verstehen.

Dabei wollen wir uns besonders am Lukasevangelium orientieren (passend zum Lesejahr C 2021/22) und an verschiedenen heiligen Stätten Gottesdienst miteinander feiern.

In diesem Land war Jesus zu Hause, hier verkündete er sein Evangelium, hier erlitt er den Tod und zeigte sich seinen Jüngern als Auferstandener. Die Geschichte der jungen Kirche nahm hier ihren Anfang.

Gleichzeitig ist dieses Land die Heimat des Volkes Israel und des Judentums und es leben hier viele Muslime. Wir können auf der Fahrt also auch diesen beiden Religionen begegnen.

Faszinierend ist schließlich auch die Unterschiedlichkeit der Menschen und die Vielfalt der Landschaften in dieser Weltregion.

Pfarrer Beetz, dem die Pfarreiengemeinschaft diese Reise zum Abschied geschenkt hat, hat seine Teilnahme schon zugesagt.

 

Kosten (Flug, Fahrten, Programm, Halbpension, Pilgerpolice-Versicherung): 1950 € (Einzelzimmerzuschlag: 270 €)

 

Näheres auf den Prospekten, die in den Kirchen ausliegen oder in den Pfarrbüros erhältlich sind, und bei Günter Henneberger (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

 

 

 

Am 20. März 2022 ist ein gemeinsamer Pfarrgemeinderat zu wählen.

1. Neue Strukturen – Neuordnung der Laienvertretungen

Die neuen Strukturen innerhalb der Diözese erfordern auch eine Anpassung der Laienvertretungen an diese Situation. Denn mit der Einführung der Pastoralen Räume haben wir nun drei Ebenen unterhalb der Dekanatsebene: (1.) die Kirchengemeinden vor Ort (bei uns: Brendlorenzen, Dürrnhof, Herschfeld, Lebenhan und Rödelmaier), (2.) die Pfarrereiengemeinschaften (St. Martin, Brend) und (3.) die Pastoralen Räume (Bad Neustadt). Jeder Ebene ist ein beratendes und mitarbeitendes Laiengremium zugeordnet:

Kirchengemeinde

„Gemeindeteam“

Pfarreiengemeinschaft

„Gemeinsamer Pfarrgemeinderat“

Pastoraler Raum

„Rat im Pastoralen Raum“

 

Im Diözesanrat, der Vertretung der Laien im Bistum Würzburg, hat man sich über Jahre hin viele Gedanken zur zukünftigen Gestaltung der Laiengremien gemacht. Leitgedanken waren dabei:

1. Ein aktives, vitales Gemeindeleben soll ermöglicht werden, das nach wie vor in erster Linie in den Einzelgemeinden stattfindet.

2. Die Partizipation (Teilhabe, Mitbestimmung) der Laien soll gestärkt werden, was mehr Demokratie in der Kirche bedeutet.

Zu 1: Man hatte dabei sehr wohl im Blick, dass es zunehmend schwerer wird, Menschen für die Mitarbeit im Pfarrgemeinderat zu gewinnen. Nicht wenige möchten sich schon engagieren, wollen oder können sich aber nicht offiziell (durch Wahl) und auf Jahre binden; gerade für junge Leute trifft das zu. Darum wollte man die Mitarbeit im Gemeindeteam (also auf der Ortsebene) nicht mit diesen Ansprüchen belasten. Es muss keine hochoffizielle Wahl dafür geben, die Gestaltung kann flexibler sein. Dem wird in der neuen Satzung (§ 12) Rechnung getragen, wo Aufgaben und Zusammensetzung der Gemeindeteams beschrieben werden.

Zu 2: Gleichzeitig muss es aber auch eine demokratische Legitimation für die gesamte Laienvertretung geben, wenn es uns mit der „synodalen Kirche“, die ja vom Papst, von Bischöfen u. Laien gewünscht wird, ernst ist. Da bietet sich die Ebene der Pfarreiengemeinschaften an, auf der ja der Pfarrer und andere hauptamtliche Kräfte agieren und daher Absprachen und Entscheidungen zu treffen sind. Schließlich aber werden von hier aus die demokratisch legitimierten Vertreter*innen in die höheren Gremien entsandt: in den „Rat im Pastoralen Raum“, in das künftige „Dekanatsforum“, in den Diözesanrat usw. Daher muss laut Satzung, die der Diözesanrat beschlossen und Bischof Franz am 14. Juni 2021 in Kraft gesetzt hat, dieser Gemeinsame Pfarrgemeinderat demokratisch, d. h. durch Wahl, legitimiert sein. Er kann entweder (a) selbst gewählt werden oder (b) muss zustande kommen durch Delegation aus Gemeindeteams, die ihrerseits alle demokratisch gewählt sind. Ob a oder b angewandt wird, entscheidet der „Gemeinsamen Ausschuss“ der Pfarrgemeinderäte der Einzelgemeinden.

 2. Beschlüssse des Gemeinsamen Ausschusses der Pfarreiengemeinschaft St. Martin

Am 30. September traf sich der Gemeinsame Ausschuss, um die notwendigen Entscheidungen zu treffen. Die Ergebnisse sollen hier mit einem Auszug aus dem Protokoll dieser Sitzung dokumentiert werden:

2.2. Abstimmung über die Art der Wahl:

- Gemeinsamer PGR oder Gemeindeteams?

Nach einer Aussprache spricht sich der Gemeinsame Ausschuss einstimmig dafür aus, einen Gemeinsamen Pfarrgemeinderat für die Pfarreiengemeinschaft zu wählen.

 - Anzahl der zu wählenden Mitglieder im Gem. PGR sowie Aufteilung auf die Gemeinden

Nach Abwägung verschiedener Möglichkeiten entscheidet sich der Gemeinsame Ausschuss einstimmig dafür, zwölf Mitglieder in diesen Rat zu wählen und zwar verhältnismäßig nach der Größe (Katholikenzahl) der Gemeinden, wobei die Anzahl der Mitglieder nach folgendem Schlüssel erfolgen soll:

 

%-Anteil an 4374 Katholiken

x % von 12 =

-> Anzahl der Sitze

Brendlorenzen

46,1 %

5,53

-> 5 Sitze

Herschfeld

28,2 %

3,38

-> 3 Sitze

Rödelmaier

14,6 %

1,7

-> 2 Sitze

Lebenhan

7,5 %

0,9

-> 1 Sitz

Dürrnhof

3,7 %

0,44

-> 1 Sitz

 

2.3. Bildung eines Wahlausschusses und erster Beschluss:

Der Gemeinsame Ausschuss erklärt sich zum Wahlausschuss, in den laut Wahlordnung (§4 (1) b) jeder PGR eine(n) Delegierte(n) entsendet. An Stelle des anwesenden Vertreters Dürrnhofs, Manfred Lehnert, soll Andrea Dinkel dem Ausschuss angehören.

Zum Vorsitzenden wird Günter Henneberger, zum Stellvertreter Peter Heinrich bestimmt.

Der Wahlausschuss beschließt einstimmig, dass eine allgemeine Briefwahl nach § 9 der Wahlordnung durchgeführt wird.

(Geäußerte Argumente: Es werden dabei alle Mitglieder ab 14 Jahren angesprochen, nicht nur die Kirchgänger. Dies kann auch eine Motivation zum Engagement sein. Außerdem sprechen organisatorische, praktische Gründe dafür.)

3. Ausblick:

Die Wahl des Gemeinsamen Pfarrgemeinderats findet am 20. März 2021 als Briefwahl statt. Wahlberechtigt sind alle Katholikinnen und Katholiken, die mindestens 14 Jahre alt sind, gewählt werden kann man ab 16. Es wäre gut, wenn möglichst viele bereit wären, für dieses Gremium zu kandidieren, eine echte Wahl zu ermöglichen und die Zukunft unserer Pfarreiengemeinschaft mitzugestalten.

Die Gemeindeteams werden in den Einzelgemeinden eingerichtet, wobei die Art und Weise der Beauftragung den Gemeinden weitgehend überlassen ist. Wir hoffen, dass sich - gerade wegen der weniger formalen Beteiligung daran - zahlreiche Frauen und Männer, Junge und Alte in diesen Teams für ihre Heimatgemeinde engagieren werden. Dieses Engagement ist nicht nur notwendig für die Zukunft des christlichen Glaubens in unserer Heimat, sondern auch für diejenigen, die mitmachen, oft einfach eine schöne und menschlich bereichernde Sache. In diesem Sinn: Machen Sie mit!

Günter Henneberger

 

Das neue Kirchenjahr beginnt mit dem ersten Adventssonntag.Von da an wird uns nach dem Evangelisten Markus nun Lukas begleiten. Lukas hat zwei biblische Bücher geschrieben: sein Evangelium und die Apostelgeschichte. Beide Bücher verfasste er für seinen Freund und Schüler Theophilus. Lukas wollte ihm behilflich sein, sich in den vielfältigen Situationen des Lebens, der Kirche und der Geschichte seiner Zeit zurechtzufinden. Eine besondere Rolle nimmt dabei das Wirken des Heiligen Geistes ein: von der Menschwerdung Jesu bis zum Pfingstereignis und schließlich das Wirken der noch jungen Kirche.

In diesem neuen Kirchenjahr dürfen wir mit Theophilus die Grundaussagen des Lukas kennenlernen, die auch für unseren Glauben in unserer Zeit ein roter Faden sein wollen. Einige Wesensmerkmale des Lukasevangeliums möchte ich nennen: Im Unterschied zu den anderen Evangelisten hat Lukas vor das erste öffentlichen Auftreten Jesu die Kindheitserzählung gestellt. Maria und Elisabeth, die Mutter des Johannes, nehmen eine besondere Rolle ein. Und Jesus kommt in Armut zur Welt. Das ist der erste Grundakkord. Die Geburt des Gottessohnes geschieht mitten in unserer menschlichen Geschichte. Frauen nehmen im Lauf seines Evangeliums immer wieder eine besondere Rolle ein. Auch zeigt uns Lukas immer wieder auf, dass Jesus stets für die Armen und Ausgestoßenen Partei ergreift.

Im Lukasevangelium finden sich im 15. Kapitel drei Gleichnisse: vom verlorenen Schaf, vom verlorenen Geldstück und vom verlorenen Sohn. Dieses Kapitel wird auch Evangelium im Evangelium genannt, weil es ein Kernstück darstellt. Lukas will uns sagen: Gott ist barmherzig, er geht dem Verlorenen nach und freut sich über jeden, der sich ihm neu zuwendet.

Dieses 15. Kapitel ist Teil eines „Reiseberichtes“: Jesus geht den Weg nach Jerusalem (Lk 9,51). Dort wird er leiden, sterben und auferstehen. Hier wird später die Apostelgeschichte anknüpfen. In Jerusalem betet Maria mit den Jüngern um das Kommen des Heiligen Geistes. In Jerusalem geschieht Pfingsten und von Jerusalem aus wird durch Paulus und die ersten Christen die Botschaft Jesu bis in das Zentrum der damaligen Welt getragen: nach Rom. Die Botschaft von Jesus Christus gelangt als gute Nachricht in der Kraft des Heiligen Geistes schließlich in die ganze Welt. Der Evangelist Lukas schenkt uns mit seiner Jesuserzählung Mut, auch in unserer schwierigen Zeit des Glaubens und der Kirche dem Geist Gottes zu vertrauen und mit unseren Möglichkeiten heute Jesus nachzufolgen.

Pfarrer Thomas Keßler

Momentan haben wir in unserer Pfarrkirche St. Johannes d. Täufer nur eine Mesnerin, die die ganze Arbeit alleine „schultert“. Frau Annemarie Seifert sei für diesen Dienst herzlich gedankt. Es wäre gut, wenn wir ein Mesnerteam bilden könnten. Die Arbeit umfasst die Vorbereitung der Gottesdienste und das Aufräumen nach dem Gottesdienst. Der Reinigungsdienst gehört nicht dazu. In einem Team macht auch die Arbeit mehr Spaß, da niemand zu sehr gebunden ist, da die Gottesdienste untereinander aufgeteilt werden können.
Frauen und Männer, die Freude an der Mitfeier der Gottesdienste haben und gerne beim Mesnerdienst mitwirken möchten, sind herzlich willkommen. Treten Sie mit uns unter der Tel.-Nr. des Pfarramtes, Tel. 09771/2860, in Kontakt!

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Pfarrer Thomas Keßler

Fast schon eine Tradition, dass in Brendlorenzen am letzten Sonntag im September Erntedank gefeiert wird - so auch heuer. Von den Landfrauen wurde der "Erntealtar" wieder wunderschön gestaltet. 

Meine lieben Herschfelder,
liebe Schwestern und Brüder,

ich hatte mich schon so auf die Urlaubsvertretung im August gefreut.
Pfarrer Keßler hatte mich eingeladen und im Mai bin ich davon ausgegangen, dass es kein Problem ist, zu Euch zu kommen.

Seit Juni befindet sich Uganda im harten Lockdown. Es ist keine Ausreise erlaubt. Alle Schule sind geschlossen, ebenso die Kirchen. Es bestehen strenge Ausgangsbeschränkungen. Ich darf meinen Wohnbezirk nicht verlassen. So kann ich meine Mutter nicht besuchen. Schlimm ist für mich, dass ich nicht einmal  Krankensalbungen  spenden darf. Erlaubt ist, dass ich zu Sterbenden gehe und auch Beerdigungen darf ich durchführen.  Das ist leider sehr wenig.

In Uganda fehlen Medikamente und es gibt keinen Impfstoff. Wenn die Leute krank sind, wollen sie nicht ins Krankenhaus. Es besteht große Angst.

Die Situation ist schwierig und sehr bedrückend.  Ich versuche in Telefongesprächen Trost zu spenden und organisiere die Essenversorgung für die Kinder.
Wie lange der Lockdown dauern wird, sagt uns niemand.
Wir hoffen, dass im September, die Schulen wieder öffnen dürfen.
Im letzten Jahr konnte ich mit Eurer Unterstützung für meine Schule, wichtige Dinge, wie  

Mundschutze, Desinfektionsmittel
Schulmaterial
Essen für die Schüler
und Unterstützung der Lehrer

bezahlen. Dinge, die auch im neuen Schuljahr notwendig sein werden.
Meine  Schule bekommt kein Geld vom Staat!

Vielen Dank für Eure Spenden, die mir sehr helfen.

Ich bin im Gebet immer mit Euch verbunden und hoffe, dass ihr gesund bleibt und wir uns im nächsten Jahr wiedersehen.

Gottes Segen und herzliche Grüße

Euer Pfarrer Edward

Am 28.6. konnten wir unser Patrozinium "St. Johannes, der Täufer" feiern. Bei schönstem Wetter waren wir auf dem Kirchplatz, die Musikkapelle spielte zum Gottesdienst. Aufgrund der Lockerungen bei den Corona-Auflagen war dies möglich. Man konnte den Besuchern die Freude anmerken.

 

 

Wir feiern Pfingsten. Das ursprüngliche Ereignis liegt schon fast 2000 Jahre. Spielt der Heilige Geist auch heute noch eine Rolle? Dazu müsste zuerst geklärt werden, was oder wer mit dem Heilgen Geist gemeint ist. Die Bibel beschreibt ihn in Bildern. Eines dieser Bilder ist der Wind. Den Wind kann man nicht sehen, aber man kann sehen und spüren, wann er weht, zum Beispiel an den Blättern eines Baumes. Ähnlich der Heilige Geist, man kann ihn nicht sehen, sieht und spürt aber seine Auswirkungen. Bei Paulus heißt es dazu: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung;“

Neben dem Vergleich mit dem Wind wird der Heilige Geist auch noch in anderen Bildern beschrieben: Taube, Wolke, Feuerzungen. Aber Kranich? Der kommt in dem Zusammenhang zumindest in der Bibel nicht vor. Und doch ist der Kranich für mich zu einem Symbol für den Heiligen Geist geworden. Aber lassen Sie mich von Anfang an erzählen.

Vor kurzem ist unser Sohn Emanuel bei einem tragischen Unglück ums Leben gekommen. Sie haben vielleicht von dem Unfall erfahren. Emanuel heißt „Gott ist bei uns“. Als meine Frau mit ihm schwanger war, sprach ich abends mit Gott, wie man mit Gott spricht und weiß nicht, ob er da ist, ob er hört oder nicht. Da kam mir der Name Emanuel in den Sinn. Ich fragte: „Gott, möchtest du, dass unser Kind Emanuel heißen soll? Diesen Namen kann ich meinem Kind nicht geben. Ich kann nicht sagen, du bist bei uns. Diesen Namen, dieses Versprechen kannst nur du unserem Kind geben.“ Also habe ich zu Gott gesagt: „Wenn du möchtest, dass unser Kind Emanuel heißen soll, bin nicht ich derjenige, der den Namen ausspricht.“ Und ich habe niemanden was von diesem „Gespräch“ mit Gott erzählt. Ungefähr drei Wochen später kam unser Großer nach Hause, er war damals 8 Jahre alt und sagte: „Emanuel wäre ein schöner Name.“ So wurde er schließlich auch getauft.

Dieses „Gott ist bei uns“, diese Zusage Gottes hat uns durch viele schwere Zeiten getragen. Erst Anfang diesen Jahres habe ich mit Emanuel darüber gesprochen: „Emanuel, du hast deinen Namen nicht bekommen, dass du auf einer rosa Wolke schwebst, sondern damit du Kraft hast in schweren Zeiten.“ Seine Antwort: „Papa, ich weiß.“

Nach dem Unglück, Emanuel lag mit einer schweren Kohlenmonoxidvergiftung auf der Intensivstation, seine Überlebenschancen waren gleich Null, da haben wir gebetet und gebetet und auf ein Wunder gehofft - viele Menschen mit uns. Es kam anders: Emanuel verstarb und ich hatte plötzlich Zweifel. Gott, hast du uns jetzt verlassen?

Schon gleich kamen Freunde, Freundinnen von Emanuel besuchten uns, setzten sich in sein Zimmer, erzählten uns vom ihm, so wie sie ihn erleben durften. Und sie brachten selbst gefaltete Kraniche mit. Emanuel hatte dies vorgelebt. Er faltete unzählige Kraniche, verschenkte sie, um anderen Freude zu bereiten, um Kontakt zu knüpfen. Diese Kraniche kamen nun zurück. Bunte Kraniche und mit ihnen Erinnerungen, Geschichten und neues Leben. Am Abend vor Emanuels Beerdigung spürte ich plötzlich: Gott hat uns nicht verlassen. Er ist immer noch bei uns und auch Emanuel ist da. Anders, nicht mehr greifbar, aber tief im Geist. So wurde die Beerdigung ein Fest der Auferstehung, wir durften gemeinsam den Himmel feiern. Ein Geschenk Gottes an uns.

Viele Menschen haben für uns und mit uns gebetet. Das Wunder kam, aber es kam anders als erwartet. Begegnungen, Gespräche, tröstende Worte, Essenspakete vor der Haustür und ein Grab voller Kraniche.

 

Diakon Thomas Volkmuth

DANKE 

- allen, die Anteil an unserer Trauer genommen haben.

- allen, die uns ihr Mitgefühl auf vielfältige Weise ausgedrückt haben.

- allen, die unseren Weg im Gebet begleitet haben.

 Am Anfang hatte ich, wie viele andere auch auf ein Wunder gehofft, darauf, dass Emanuel (der Name bedeutet: Gott ist bei uns) wieder ganz gesund wird. Es kam anders und ich dachte schon, Gott hat uns verlassen. Am Freitag dann durfte ich im Herzen spüren, dass das Wunder da ist. Anders als erwartet. Wir durften den Himmel spüren, spüren, dass Emanuel bei Gott angekommen ist. Und so konnten wir am Samstag mit Emanuels Freunden und Freundinnen Beerdigung wirklich feiern. Am Sonntag habe ich dann gesagt: „So makaber dies auch klingen mag: gestern war ein wunderschöner Tag.“ Wir sind im Moment getragen und das hat auch Euer, Ihr Gebet bewirkt. Vergelt's Gott.

 Diakon Thomas Volkmuth und Familie

gedenkbild emanuel volkmuth

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