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Als einen immer wieder gern gesehenen Gast haben am Sonntag die Redner in Rödelmaier Pfarrer Hans Beetz bezeichnet. Im Rahmen des Gottesdienstes, der vom Singkreis mitgestaltet wurde und einer anschließenden kurzen Feier am Kirchplatz wurde der Geistliche verabschiedet. Er selbst versprach, immer wieder einmal nach Rödelmaier zu kommen, denn hier habe er sich sehr wohl gefühlt. Die Gemeinde habe ihm gezeigt, dass sie gerne feiert und dies vor allem auch im Hinblick auf das kirchliche Leben. Der scheidende Pfarrer nannte die Festtage aber auch Prozessionen. Sein Dank galt dem Kindergartenteam und den Kindern, die ihm digital einen Gruß gesandt hatten, aber auch der Gemeinde, mit der ein gutes Verhältnis bestand. Er erwähnte die Musikkapelle Rödelmaier, die die Verabschiedung umrahmte, aber auch bei kirchlichen Festen und Prozessionen aufspielte. Herausgestellt hat er Kirchenpflegerin Andrea Bayer, die im Hintergrund gewirkt hatte, dies vor allem bei den zahlreichen Baumaßnahmen, aber auch im Kirchendienst. „Ich werde Rödelmaier nicht vergessen und komme immer wieder gerne als Gast zu Euch!“

 

Kirchenpflegerin Andrea Bayer, gleichzeitig Mesnerin, erinnerte an die vergangenen 15 Jahre, in denen Pfarrer Hans Beetz in Rödelmaier segensreich wirkte. Natürlich hätte man ihn gerne im größeren Rahmen mit gemütlichem Beisammensein verabschiedet, aber hier habe Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Für die Rödelmaierer sei es eine Umstellung gewesen, als Pfarrer Hans Beetz 2005 die Pfarrei übernahm. Bis dahin hatte man einen eigenen Geistlichen, den man bis 1987 mit der Filialgemeinde Dürrnhof teilte. Pfarrer Hans Beetz sei stets seelsorgerischer Begleiter bei freudigen und traurigen Ereignissen gewesen. Hinzu kamen aber auch einige größere und kleinere Baumaßnahmen. Andrea Bayer erinnerte unter anderem an die Freilegung der Malereien an den Stützpfeilern des Chorbogens, die Restaurierung der Kreuzwegstationen, die Sanierung der Glockenanlage, den Umbau und Ausbau des Kindergartens. Trotz dieser Maßnahmen kann Pfarrer Beetz seinem Nachfolger Pfarrer Thomas Keßler eine schuldenfreie Pfarrei übergeben.

 

Andrea Bayer erinnerte an die humorvolle und unkomplizierte Art des Pfarrers. Es sei eine vertrauensvolle Zusammenarbeit bei Baumaßnahmen, Kindergartenverwaltung und im Pfarrbüro gewesen. Als Dank gab es neben einer finanziellen Beteiligung an der Israel-Reise, die nach der Corona-Pandemie mit der Pfarreiengemeinschaft stattfindet, einen Präsentkorb mit regionalen Produkten. Hinzu kamen DVDs mit den Aufnahmen der Glocken von Rödelmaier, 1992 vom Bayerischen Rundfunk ausgestrahlt, eine Reportage des Bayerischen Rundfunks aus dem Jahre 1988 über das Karmelitinnenkloster und eine Aufnahme vom Krippensingen im Karmel. Andrea Bayer: „Im Namen der Pfarrei St. Ägidius Rödelmaier bedanke ich mich für Ihr seelsorgerisches Wirken und wünsche Gesundheit und Gottes Segen für noch viele Jahre mit der Bitte auch die Rödelmaierer weiterhin in Ihr Gebet mit einzuschließen.“

 

Gregor Palau verabschiedete sich im Namen der Ministranten, hob das gute Miteinander hervor und wünschte im Ruhestand Gottes Segen. Kindergartenleiterin Angelika Balling dankte für die gute Zusammenarbeit. Sie erwähnte Besuche im Kindergarten unter anderem beim Blasiussegen, beim Auflegen des Aschenkreuzes oder bei der Martinsfeier. Da die Kindergartenkinder aufgrund von Corona nicht bei der Verabschiedung dabei sein konnten, sagten sie ein Abschiedsgedicht als Aufzeichnung auf und hatten ein Bild gestaltet. Für den Ruhestand wünschte die Kindergartenleitung dem scheidenden Pfarrer alles Gute und sagte „Vergelt´s Gott.“

 

Dem schloss sich Zweiter Bürgermeister Thomas Wirsing an, der im Namen des erkrankten Bürgermeisters Michael Pöhnlein für das gute Miteinander dankte. Pfarrer Beetz sei immer zur Stelle gewesen bei freudigen, ernsten, traurigen aber auch festlichen Anlässen. Besonders erwähnt hat Thomas Wirsing die Sorge des Pfarrers um das Kirchengebäude und andere kirchliche Einrichtungen. An erster Stelle nannte er den Kindergarten, in dem die Kinder kompetent, verlässlich und liebevoll betreut werden. „Diese Einrichtung wurde in den zurückliegenden Jahren unter Ihrer Führung und Verantwortung stetig, entsprechend den steigenden und sich wandelnden Ansprüchen baulich und strukturell weiterentwickelt.“ Pfarrer Hans Beetz sei aber auch das gelingendes Gemeindeleben in all seinen verschiedenen Ausprägungen und zum Wohl der Rödelmaierer Bürger ein Herzensanliegen gewesen. Stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger und für den erkrankten Bürgermeister Michael Pöhnlein wünschte er einen guten Ruhestand, viel Freude an der kommenden Zeit, interessante Begegnungen „ und, dass sie uns nicht ganz vergessen.“ Mit dem Frankenliedmarsch, gespielt von der Musikkapelle Rödelmaier verabschiedete sich diese von dem Geistlichen.

Ein Beitrag von Hanns Friedrich

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