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Am 20. März 2022 ist ein gemeinsamer Pfarrgemeinderat zu wählen.

1. Neue Strukturen – Neuordnung der Laienvertretungen

Die neuen Strukturen innerhalb der Diözese erfordern auch eine Anpassung der Laienvertretungen an diese Situation. Denn mit der Einführung der Pastoralen Räume haben wir nun drei Ebenen unterhalb der Dekanatsebene: (1.) die Kirchengemeinden vor Ort (bei uns: Brendlorenzen, Dürrnhof, Herschfeld, Lebenhan und Rödelmaier), (2.) die Pfarrereiengemeinschaften (St. Martin, Brend) und (3.) die Pastoralen Räume (Bad Neustadt). Jeder Ebene ist ein beratendes und mitarbeitendes Laiengremium zugeordnet:

Kirchengemeinde

„Gemeindeteam“

Pfarreiengemeinschaft

„Gemeinsamer Pfarrgemeinderat“

Pastoraler Raum

„Rat im Pastoralen Raum“

 

Im Diözesanrat, der Vertretung der Laien im Bistum Würzburg, hat man sich über Jahre hin viele Gedanken zur zukünftigen Gestaltung der Laiengremien gemacht. Leitgedanken waren dabei:

1. Ein aktives, vitales Gemeindeleben soll ermöglicht werden, das nach wie vor in erster Linie in den Einzelgemeinden stattfindet.

2. Die Partizipation (Teilhabe, Mitbestimmung) der Laien soll gestärkt werden, was mehr Demokratie in der Kirche bedeutet.

Zu 1: Man hatte dabei sehr wohl im Blick, dass es zunehmend schwerer wird, Menschen für die Mitarbeit im Pfarrgemeinderat zu gewinnen. Nicht wenige möchten sich schon engagieren, wollen oder können sich aber nicht offiziell (durch Wahl) und auf Jahre binden; gerade für junge Leute trifft das zu. Darum wollte man die Mitarbeit im Gemeindeteam (also auf der Ortsebene) nicht mit diesen Ansprüchen belasten. Es muss keine hochoffizielle Wahl dafür geben, die Gestaltung kann flexibler sein. Dem wird in der neuen Satzung (§ 12) Rechnung getragen, wo Aufgaben und Zusammensetzung der Gemeindeteams beschrieben werden.

Zu 2: Gleichzeitig muss es aber auch eine demokratische Legitimation für die gesamte Laienvertretung geben, wenn es uns mit der „synodalen Kirche“, die ja vom Papst, von Bischöfen u. Laien gewünscht wird, ernst ist. Da bietet sich die Ebene der Pfarreiengemeinschaften an, auf der ja der Pfarrer und andere hauptamtliche Kräfte agieren und daher Absprachen und Entscheidungen zu treffen sind. Schließlich aber werden von hier aus die demokratisch legitimierten Vertreter*innen in die höheren Gremien entsandt: in den „Rat im Pastoralen Raum“, in das künftige „Dekanatsforum“, in den Diözesanrat usw. Daher muss laut Satzung, die der Diözesanrat beschlossen und Bischof Franz am 14. Juni 2021 in Kraft gesetzt hat, dieser Gemeinsame Pfarrgemeinderat demokratisch, d. h. durch Wahl, legitimiert sein. Er kann entweder (a) selbst gewählt werden oder (b) muss zustande kommen durch Delegation aus Gemeindeteams, die ihrerseits alle demokratisch gewählt sind. Ob a oder b angewandt wird, entscheidet der „Gemeinsamen Ausschuss“ der Pfarrgemeinderäte der Einzelgemeinden.

 2. Beschlüssse des Gemeinsamen Ausschusses der Pfarreiengemeinschaft St. Martin

Am 30. September traf sich der Gemeinsame Ausschuss, um die notwendigen Entscheidungen zu treffen. Die Ergebnisse sollen hier mit einem Auszug aus dem Protokoll dieser Sitzung dokumentiert werden:

2.2. Abstimmung über die Art der Wahl:

- Gemeinsamer PGR oder Gemeindeteams?

Nach einer Aussprache spricht sich der Gemeinsame Ausschuss einstimmig dafür aus, einen Gemeinsamen Pfarrgemeinderat für die Pfarreiengemeinschaft zu wählen.

 - Anzahl der zu wählenden Mitglieder im Gem. PGR sowie Aufteilung auf die Gemeinden

Nach Abwägung verschiedener Möglichkeiten entscheidet sich der Gemeinsame Ausschuss einstimmig dafür, zwölf Mitglieder in diesen Rat zu wählen und zwar verhältnismäßig nach der Größe (Katholikenzahl) der Gemeinden, wobei die Anzahl der Mitglieder nach folgendem Schlüssel erfolgen soll:

 

%-Anteil an 4374 Katholiken

x % von 12 =

-> Anzahl der Sitze

Brendlorenzen

46,1 %

5,53

-> 5 Sitze

Herschfeld

28,2 %

3,38

-> 3 Sitze

Rödelmaier

14,6 %

1,7

-> 2 Sitze

Lebenhan

7,5 %

0,9

-> 1 Sitz

Dürrnhof

3,7 %

0,44

-> 1 Sitz

 

2.3. Bildung eines Wahlausschusses und erster Beschluss:

Der Gemeinsame Ausschuss erklärt sich zum Wahlausschuss, in den laut Wahlordnung (§4 (1) b) jeder PGR eine(n) Delegierte(n) entsendet. An Stelle des anwesenden Vertreters Dürrnhofs, Manfred Lehnert, soll Andrea Dinkel dem Ausschuss angehören.

Zum Vorsitzenden wird Günter Henneberger, zum Stellvertreter Peter Heinrich bestimmt.

Der Wahlausschuss beschließt einstimmig, dass eine allgemeine Briefwahl nach § 9 der Wahlordnung durchgeführt wird.

(Geäußerte Argumente: Es werden dabei alle Mitglieder ab 14 Jahren angesprochen, nicht nur die Kirchgänger. Dies kann auch eine Motivation zum Engagement sein. Außerdem sprechen organisatorische, praktische Gründe dafür.)

3. Ausblick:

Die Wahl des Gemeinsamen Pfarrgemeinderats findet am 20. März 2021 als Briefwahl statt. Wahlberechtigt sind alle Katholikinnen und Katholiken, die mindestens 14 Jahre alt sind, gewählt werden kann man ab 16. Es wäre gut, wenn möglichst viele bereit wären, für dieses Gremium zu kandidieren, eine echte Wahl zu ermöglichen und die Zukunft unserer Pfarreiengemeinschaft mitzugestalten.

Die Gemeindeteams werden in den Einzelgemeinden eingerichtet, wobei die Art und Weise der Beauftragung den Gemeinden weitgehend überlassen ist. Wir hoffen, dass sich - gerade wegen der weniger formalen Beteiligung daran - zahlreiche Frauen und Männer, Junge und Alte in diesen Teams für ihre Heimatgemeinde engagieren werden. Dieses Engagement ist nicht nur notwendig für die Zukunft des christlichen Glaubens in unserer Heimat, sondern auch für diejenigen, die mitmachen, oft einfach eine schöne und menschlich bereichernde Sache. In diesem Sinn: Machen Sie mit!

Günter Henneberger

 

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